Danke den Universitäten. Ohne die Grossinquisitionen der Wissensgewinnung währen wir noch heute im schicken Fell und der Designerkeule unterwegs. Vielleicht hätte sich die Kunst der Höhlenmalerei weiterentwickelt, aber bestimmt würde es uns nicht so gut gehen, hätten wir all diesen Mist diese tollen Sachen nicht erfunden.
Eine dieser saumässig dummen in einem Geniestreich entworfenen Studien an einer dieser Verdummungsmaschinerien fantastischen vom Glanz unendlicher Hirnwindungen durchströmten Universitäten hat folgendes herausgefunden: “Wenn Mitarbeiter eine entspannte Atmosphäre vorfinden, arbeiten sie produktiver.” Fantastisch. Ich wusste es schon immer. Wir würden verdummen, wenn wir keine Gelehrten hätten. Genau wie die Mönche für unsere Erleuchtung arbeiten, erarbeiten die Gelehrten unsere Genialität. Bestimmt ist auch dies der Grund dafür, dass es heute keine Sklaverei mehr gibt. Wahrscheinlich gab es dazu ebenfalls eine Studie, die ganz klar besagte, dass mehr als 50 Peitschenhiebe pro Stunde nicht so förderlich für die Arbeitsleistung sind wie 25 pro Tag. Auch dieser Blitz der Eingebung brachte uns dem unendlichen Fortschritt ein beträchtliches Stück näher.
Was der Artikel über die Studie mit den Sitzgelegenheiten nicht enthüllte, wie dieses Experiment durchgeführt wurde. Nur das mit den Sofas liess durchblicken, dass man offenbar den Mitarbeitenden Gelegenheit bot, zwischenzeitlich auf einem Bequemen Untersatz auszuruhen. Gedanklich stelle ich mir dieses Experiment in etwa so vor:
Es gab drei Gruppen von Studenten die gerne an dieser Studie teilnehmen wollten. Die eine Gruppe arbeitete ganz normal, wie wir es aus unserem Büroalltag kennen. Die andere Gruppe wurde mit Fussfesseln an die Steinhocker gekettet und ihre Finger mit Gewichten beschwert, um zu sehen wie lange Texte sie so schreiben können. Die dritte und letzte Gruppe schliesslich musste eigentlich nicht wirklich arbeiten, denn diese war damit beschäftigt die ihnen von hübschen Damen servierten Cocktails in der Sofa-Lounche zu schlürfen, während diese die zweite Gruppe hinter der Glaswand begutachten durfte.
Gut, dass es Wissenschaftler gibt. Jetzt weiss ich, falls ich mal eine eigene Firma habe, was zu tun ist. Dankeschön.
