Ein Weltbild

Heute, lieber Leser, basteln wir uns ein Weltbild. Als erstes brauchen wir dazu natürlich ein par Dinge, woraus so ein Weltbild besteht. Wir nehmen dazu einen Gott, einen Glauben, ein par Dogmen, Rituale und Bräuche und nicht zuletzt natürlich eine prise Repression.

Den Gott setzen wir dort hin, wo es allen Menschen schmerzt. Bei ihren geheimsten Wünschen, Sehnsüchten und ihrem damit verbundenen schlechten Gewissen. Wir sagen: “Gott sieht alles.” Damit haben wir bereits eine weitere Komponente erzeugt, ohne diese speziell hinzufügen zu müssen. Angst und Schrecken. Dies verbinden wir dann mit Repression, indem wir sagen, du musst dies und jenes Glauben, dann kannst du, wenn alles gut gehen wird und du dich wirklich anstrengst, eventuell frei werden. Ansonsten landest du in der Hölle und wirst für immer schmoren! Aber, und das ist wichtig, du musst regelmässig beten. Und dies kostet. Beten gibts nicht gratis und nicht an jedem Ort. Denn Gott ist nicht überall, nur dort wo wir eine Kirche für dich bauen werden. Dann machen wir das Betreten der Kirchen gebührenpflichtig, indem wir ordentlich in die Staatskasse langen und dem unbescholtenen Bürger sage und schreibe 1/5 der ordentlichen Steuern abzapfen. Wir brauchen dieses Geld um die Kirchen zu bauen. Und um gemeinnützige Dinge zu tun. Den grossen Rest brauchen wir um unseren grossen Apparat aufrecht zu erhalten an dem sich dann ein par wenige bereichern können. Dazu benötigen wir die Dogmen, Rituale und Bräuche. Die Dogmen verhindern, dass jemand anfängt nachzudenken, quasi ketzerisch wird. Dafür haben wir ja den Gott, der alles sieht, auch die beschmutzen Gedanken, welche die Kirche in ein ungünstiges Licht rücken würden. Die Rituale und Bräuche dienen nur dazu, dass wir vergessen. Wir sollen vergessen wer wir sind. Denn solange wir beschäftigt sind mit Ostern und Weihnachtsstress, Valentinsgeschenke und Papstbesuche, machen wir uns auch keine weiteren Gedanken. Und wenn doch… Ihr wisst schon.

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