Was einst zart und lieblos begann…Ach was, nicht wieder dieses ohrenbetäubende gezirze über die Liebe und die Schönheit dieser Welt, die ja eigentlich grausam und haltlos ist. Mindestens in den Medien. Und die stimmen ja auch. Die Medien. Medienverschwörung ist hier das Thema.  Obwohl, eigentlich ist das gar nicht so. Mit der Verschwörung meine ich. Wie sollte es auch, wer sollte denn auch, und weshalb. Die Welt ist, wie sie ist, und das ist auch gut so. Und wie sie wirklich ist, interessiert sowiso niemanden, weil man weiss wie sie ist, nämlich so wie auf der Titelseite präsentiert. Mal so, und mal so. Aber eigentlich immer gleich. Manchmal gibt es eine neue Regierung und manchmal da gibt es einfach einen Krieg. Oder eine Überschwemmung. Oder ein Soldat wird überrollt. Warum auch immer. Es ist wie es ist und niemand kann etwas dafür und alle schauen zu. Unbeteiligt – Gottlos.

Die Krönung der Schöpfung. Wir wissen jetzt alles. Und was wir noch nicht wissen, das wissen wir auch bald, weil das wird in den Schmieden des Wissens gefertigt. Tag für Tag wird gehämmert, geschraubt und geschnaubt. Trotzig und stoisch, poltern wir an die Türe des Nichtwissens, bis sie aufbricht. Dahinter wird hell, das Antlitz von Gott ersichtlich, das wissen wir genau. Eines Tages werden wir da sein. Und wenn man sich die Welt so anschaut, sind wir gar nicht mehr weit davon entfernt. Spätestens, wenn wir alle Resourcen aufgebraucht, den letzten Flecken vergiftet und sich unsere Haut in Fetzen von uns löst, wenn nichts mehr übrig bleibt und wir uns deshalb selber in die Luft spregen. Ja dann, bleibt nichts mehr – ausser Gott. Seine Krönung hat sich selbst zerstört. Leider war der Plan nicht gut genug. Offensichtlich. Oder wird bald die Kehrtwende eintreten? Wende?

Kehrt vor eurem eigenen Hause, dann wird auch euer Glück sich zu einem Besseren wenden. Eigentlich ist es traurig. Oder bin nur ich es? Selbst eine zwei monatige Medienpause brachte keine Linderung. Denn es ist eine Sucht. Hör zwei Monate mit dem Saufen auf und fang dann wieder an. Hat sich etwas geändert? Ich meine nein. Und so konsumieren wir friedlich weiter. Solange unser täglich Futter uns gegeben, wir uns nicht zu sorgen brauchen. Worüber sollten wir uns denn beschweren. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Also wozu sollten wir unsere Aufmerksamkeit unseren Manipulatoren schenken, die so fürsorglich für uns da sind und das geben, was uns dumm und unklug hält. Lieber nichts wissen, die tägliche Arbeit verrichten und in die Schlange einreihen. Es gibt wohl nichts schlimmeres als wache aufmüpfige mündige Bürger. Lieber werden diese mündig gemacht. So dass auch ihr Maul bündigt passt und ins gleiche Horn bläst, damit nichts aus dem Ruder läuft.

Dann fragt man sich vielleicht wie sollte das gehen. Wie könnte es sein, dass keine Universität solches lehrt, nichts ans Licht gerät, oder mindestens nicht so, dass es bis zur Titelseite reicht. Nun, dann hör mal das Lied “Word of Mouth” von Mike & The Mechanics. Du, bist das Werkzeug. Mit deinem Glauben, deinen Überzeugungen und Dogmen. Wobei du bei letzerem natürlich wehement behaupten würdest, dies gehöre in die düstere Zeit des Mittelalters und hätte bestimmt nichts mit dir zu tun. Und dann wird vielleicht auch ein klein wenig die Tragweite bewusst. Du magst es nicht glauben, du magst es nicht sehen. Alles andere ist dir lieber. Weil wer will schon freiwillig Schmerzen. Und diese wären unausweichlich, würdest du hinschauen. Auch wenn es nur die Verbrennungen des Egos sind, das nun an den alten anhaftenden Mustern scheitern würde und sich selbst darin spiegeln soll um zu sehen was für einen riesen grossen Mist du dir in deinem eigenen Kopf zusammengebraut hast.

Aber das ist auch nicht weiter schlimm. Ich mag auch das in der eigenen Brauerei gebraute Bier der Restaurants. Dann sind auch die Schmerzen nicht mehr so schlimm. Das unaufhörliche Pochen im Kopf lässt langsam nach, die Gedanken werden weich und neigen sich zu angenehmeren Dingen. 

Frauen, Fussball, Autos. Dankeschön.

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