Schulzeit vorüber

Nun, nach 4 Jahren des Abmühens und Schuftens ist das Grauen vorüber. Schön war die Zeit und hart. Nicht wegen den Aufwendungen in der Freizeit, sondern wegen des immerwährenden nie endenden Stromes des dahninplätschernden monotonen Gelabers, welches man fortwährend in unser Hirn flösste. Die Sinnlosigkeit und Abgelöschtheit mit der uns so Unnützes präsentiert wurde ist schon überwältigend. Schon mal beim Kochen daran gedacht, wie sich der Temperaturverlauf zwischen Pfanne und Kochgut gegenseitig beeinflusst? – Eben.

Nun, nach 4 Jahren stehen wir jetzt auch an einem anderen Ort. Und schon kommt der nächste Gedanke. Und jetzt? Was soll ich mit meinem Leben und nach der Überwindung der während der Schulzeit antrainierten Alkoholsucht anfangen? Wo soll ich hin? Heute gerade gelüstet mich nach einer Ausbildung zum Obergärtner. Echt wahr, es heisst so. Eidg. Dipl. Obergärtner. Dann wäre ich sicherlich in der Lage meinen Balkon Obermässig zu bepflanzen. Doch nach all dem was ich an Schule bis jetzt gesehen und davon gehört habe, stelle ich mir schon die Frage: “Was soll das?”

Gibt es denn keine Ausbildung in der man wirklich etwas lernt? Die einem wirklich etwas nützt? Ich meine Leute, wir können doch so nicht stehen bleiben! Es gibt noch etwa eine Million Themen mit denen wir uns befassen müssen. Was ist wenn der Strom ausfällt und wir unser Gemüse selber im Garten anpflanzen müssen? Wer kocht dann für uns? Oder wenn die Schweinegrippe alle Mediziner tötet? Wer ist dann unser Arzt?

Share
  • http://www.shihan-online.ch Shihan

    Amen Bruder! ;-)

    Aber ich muss dir schon zustimmen, diese vier Jahre – das sind vier Jahre meines Lebens welche ich nie mehr zurück erhalte. Aber ich will nicht unfair sein, die Schule war alles andere als sinnlos und es waren ja auch nicht alle Fächer unbrauchbar.

    In einigen Unterrichtsstunden habe ich durchaus was gelernt was ich auch nutzen kann und was mich weiterbringt. Insgesamt ist diese Schule schon eine gute Sache gewesen, das sage ich nicht nur, das glaube ich auch wirklich. Nur muss man sich schon bewusst sein, dass es halt nicht nur gutes gab, sondern auch viel negatives. Etliche Schulfächer waren komplett unnütz und hätten durch sinnvollere ersetzt werden können (in einem Fall konnten “wir” das sogar durchringen und dafür bin ich heute diesen Personen noch sehr dankbar).

    Ob ich diese Ausbildung nochmals machen würde? Ich bin mir da trotzdem nicht sicher. Manchmal wäre auch ich lieber Obergärtner oder Landschaftsarchitekt. Aber vielleicht gibt es da ja ein nettes Interdisziplinäres Nachdiplomstudium … “Garten-Informatiker” – ja das wäre was feines :-)